Compassion-News-LOGO

Hallo du!

Schön, dass du wieder mitliest!

Heute geht es weiter mit einer Ausführung zu den 10 Geschenken und weiter unten berichte ich dir von einem Tag, der ganz anders hätte werden können.

Außerdem hat Lukas sich ins Zeug gelegt und gleich zwei neue Podcasts geschnitten und veröffentlicht. Folge 10 – „Raus aus dem Autopiloten“ - mit einer Durchführung und weiteren wertvollen Erklärungen zur Pausetaste-Übung und Folge 11 - „Scham, Glaube und unsere inneren Filter“ - in der Lukas und Samu tiefer in theologische Überlegungen und Erklärungen zum Thema „Scham und Gott“ einsteigen. Besonders Folge 11 möchte ich dir wärmstens empfehlen, wenn du auf der Suche bist nach neuen Impulsen und unkonventionellen Gedanken.

Unsere Homepage hat zudem ein großes Makeover bekommen und ist jetzt deutlich verständlicher und konsistenter. Schau gerne nochmal vorbei.

Alle Buttons und Weiterleitungen findest du ganz unten im Newsletter.
Es gibt auch weiterhin freie Beratungskapazitäten. Leite es gerne weiter oder melde dich bei uns. Wir freuen uns und schauen gerne mit dir, was für dich passend ist.

Ich wünsche dir einen guten Tag und Freundlichkeit mit dir selbst.

Sarah

Lesedauer ca. 7 Minuten

Die 10 emotionalen Geschenke

Geschrieben von Sarah

Ich habe mir für heute das Geschenk: „ich versorge dich“ ausgesucht.

Sample product

Versorgung hat viele Facetten. Sie kann sich zum Beispiel folgendermaßen zeigen:

  • „ich weiß, über welches Essen du dich freust und bereite es für dich vor“
  • „ich schaue danach, dass du finanziell so aufgestellt bist, dass du dir alles Nötige (oder noch mehr) leisten kannst“
  • „ich gebe dir Fachwissen weiter, das dir in deiner Situation gerade weiterhilft“
  • „ich helfe dir mit meinem handwerklichen Können“
  • „ich weiß, dass du gerade wenig Zeit oder Kraft hast und nehme dir etwas ab“

Versorgung kann ganz unterschiedlich aussehen. Hör mal hin, was dein Herz dir zeigt, wenn du die obenstehenden Punkte liest. Gibt es vielleicht Situationen, in denen du versorgt wurdest und es noch gar nicht bemerkt hast? Am besten schreibst du sie dir kurz auf.

Oft kommt es uns so vor, als hätten wir keine Versorgung erlebt, und dann bemerken wir, dass es doch einige Situationen gab und damit auch Personen, die deine Geschenkegeber im Bereich „Versorgung“ sind.

Bei einer Forschungstour nach deinen „ich versorge dich“-Geschenkegebern – schau mal auf deine Reaktion: erinnerst du dich (oder spürst du jetzt beim Erinnern), was das Geschenk mit deinem Körper und deinen Gefühlen macht?

Schenke diesen Reaktionen Beachtung und gib dir Zeit, sie zu fühlen. Hand aufs Herz, Augen zu, tief einatmen und nachspüren. Wie fühlt sich versorgt sein in dir an?

Je intensiver du dich in deine Momente zurückversetzen kannst, desto leichter kannst du in einem Moment des Mangels darauf zurückgreifen. Und keine Sorge, am Anfang kann es schwer sein und du erinnerst dich an ganz wenige Details. Dein Gehirn hat dennoch garantiert alles Erlebte abgespeichert.

Mit Zeit und Übung kommt immer mehr und du bemerkst:

Du bist beschenkt!


In reaktiven Zuständen

Geschrieben von Sarah

Die Rubrik "In reaktiven Zuständen" soll dazu dienen dir lebensechte Situationen, in denen wir "in Reaktivität" versetzt wurden, zu erzählen und dich in unsere Reflektion mit hinein zu nehmen .

Reaktiver Zustand" beschreibt deinen Zustand wenn eine Situation, ein Umstand, eine Person Etwas in dir wieder(re)-aktiviert und du darauf unwillkürlich reagierst. Die Grundlage für deine Reaktion war bereits in dir da - bevor sie ausgelöst wurde. Dieser Auslöser bringt sie "nur" wieder hervor.


Gemeinsam mit der Angst

Es war ein normaler Tag meiner Woche. Ich habe beide Kinder zu ihren jeweiligen Vormittagsbeschäftigungen gebracht und fühle mich ganz normal bis zu dem Zeitpunkt, dass beide versorgt sind. Als ich mich auf den Nach-Hause-Weg mache und mich auf mein Rad schwinge, bemerke ich, dass ich mich richtig beeile und im Kopf schon keinen klaren Gedanken fassen kann, was ich jetzt mit meiner Zeit am besten mache. Es ist oft so wenig Zeit und jetzt habe ich sie, da will ich sie bestmöglich nutzen. Ich hatte schon Pläne und mir mal wieder viel zu viel vorgenommen, als ich in meiner Zeit schaffen könnte.

Auf dem Heimweg fahre ich mit dem Rad durch ein wunderschönes Stückchen Natur und merke schon, dass ich in diesem Zustand nicht weit kommen werde heute. Also nehme ich mir den Moment, aus der Hektik herauszukommen und mich kurz auf eine Bank zu setzen. Erst einmal atmen..

Ich versuche mal auf Pause zu drücken und zu schauen, was gerade in mir los ist. Eher widerwillig fange ich an, mich um mich zu kümmern. Eigentlich würde ich gern die Zeit mit der Erledigung von Aufgaben füllen. Und dann bemerke ich sie: die Angst. Unter dem ganzen Stress, den tausend Gedanken, die sich wirr die Hand geben, unter dem hohen Puls und der Rastlosigkeit hat sie sich verborgen. Die Angst, keine guten Entscheidungen zu treffen, nicht effektiv zu sein, die Angst nicht gut genug zu sein oder mich mit Unnötigem abzumühen.

Und dann versuche ich einfach mit den nächsten Schritten der Pausetaste-Übung weiterzumachen (wenn du nicht weißt, wovon ich schreibe, schau gerne mal im Podcast in Folge 10 vorbei https://www.youtube.com/watch?v=Qu3Kho5OuMc). Ich mag herausfinden, was die Angst braucht, damit ich möglichst schnell zu meinen Todo's zurückkommen kann.

Und dann blockiert etwas. Die Angst möchte mir nicht zeigen, was sie braucht, um getröstet und damit kleiner zu werden, ich kann es einfach nicht herausfinden! Da bemerke ich, dass ich dieses blöde Gefühl eigentlich einfach nur weg haben will! Ich will wieder klar denken können und entspannt sein. Mein Bestreben war gar nicht, mit mir zu sein, sondern effektiv voran zu kommen! So, und da sitze ich nun mit meiner Angst, und komme erst wirklich bei mir an..

Ich bemerke sie und fühle sie und lasse sie da sein. Weil ich nicht weiterkomme, lerne ich jetzt gerade die Lektion für heute: Die Angst will einfach da sein dürfen und wahrgenommen werden.

Ich fahre nach Hause, ohne Hetzerei. Gehe noch zu Fuß zur Apotheke. Alles mit dem Gefühl, nicht mehr allein zu sein. Ich und die Angst – wir sind gemeinsam. Ich nehme sie wahr. Und mache bewusst langsam, um meinem Nervensystem zu zeigen, dass jetzt Zeit ist. Es ist okay Angst zu haben! Das ist heute die Version von mir. Ich kann entweder mit mir sein darin oder ich kann versuchen die Angst zu ignorieren und mich damit von mir selbst entfernen.

Im Nachhinein weiß ich: die Angst wollte gesehen und gefühlt werden. Sie wollte nicht eliminiert werden. Eigentlich weiß ich das schon länger, nur heute verstehe und fühle ich es in einer neuen Greifbarkeit. Diese Kraft, sehr Vieles in kurzer Zeit zu schaffen, hat mir schon sehr oft geholfen und so hat mein Inneres gelernt, es weiter so zu tun. Gleichzeitig kann ich nicht klar denken, bin vergesslich oder setze Prioritäten falsch, wenn ich so von der Angst eingenommen bin (ein Problem, das wir im reaktiven Zustand oft haben).

Das Wahrnehmen und Akzeptieren meiner Angst hat mir an diesem Tag geholfen, langsam zu werden, Genussmomente zu bemerken und tatsächlich zu genießen und trotzdem auch Einiges von meinen Aufgaben erledigen zu können. Die Angst wurde zur Hilfe, mich zu spüren und mit mir zu sein, und dabei habe ich wieder mal bemerkt, dass das schön ist. Ich glaube, ich bin lieber mit Angst ganz bei mir, anstatt abgeschnitten von mir durch die Tage zu funktionieren.


Es grüßt dich das Team von "Du bist wichtiger - Beratungen"

Team-Signatur

Mehr von uns

Wenn dir dieser Newsletter gefallen hat, findest du weitere Inhalte auf unserer Webseite sowie unseren Podcast auf YouTube und Spotify.


Vom Newsletter abmelden:
Abmelden    

Email Im Browser anzeigen (bei Anzeigefehlern):
Im Browser anzeigen