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Hallo du!

Wir grüßen dich mit einer neuen Ausgabe unseres Newsletter, in dem du weiter eintauchen darfst in die Welt des Mitgefühls. Ich nehme dich mit in ein weiteres der 10 emotionalen Geschenke und Samuel berichtet von einem Abend mit wunderbarer Wendung.
Wenn du selbst mit dir neue Wege mit Mitgefühl gehst oder du Aha-Momente erlebst, wir freuen uns immer von dir zu hören!

Ich wünsche dir Momente und Zeiten des Ankommens bei dir selbst, des Durchatmens und der Zufriedenheit.

Sarah

Lesedauer: ca. 5-7 Minuten

Die 10 emotionalen Geschenke

geschrieben von Sarah

Heute soll es um das Geschenk "ich sehe dich" gehen.

Sample product

Gesehen zu werden ist ein unglaublich wichtiges emotionales Geschenk. Von Kindern wird es oft ganz bewusst eingefordert: sie machen Kunststücke oder schaukeln heute besonders hoch und sie hören nicht auf deinen Namen zu sagen und zu rufen „Schau mal! Schau mich an! Guck, was ich kann!“ Kindern fordern das noch ein und irgendwann hören wir auf damit. Nur gesehen werden wollen wir noch immer. Es ist ein schönes, warmes Gefühl, wenn wir bemerken, dass jemand uns wahrnimmt.

Gesehen werden kann ganz unterschiedlich aussehen:

  • Einer sieht deine Liebe hinter deinen Taten.
  • Jemand bemerkt, wie viel zu leistest, ohne zu Klagen.
  • Jemand macht dir ein durchdachtes Geschenk, weil er sich eine Kleinigkeit aus einem Gespräch gemerkt hat.
  • Du wirst wahrgenommen für das, wer du bist.
  • Jemand bemerkt die kleinen Gesten und meldet dir zurück, was er in dir sieht.

Mir fällt persönlich direkt meine erste Grundschullehrerin ein. Obwohl ich in der Schule sehr still war, habe ich mich von ihr gesehen gefühlt. Sie hat mich wahrgenommen und verstanden, was ich brauche, ohne dass ich es hätte erklären müssen, und damit ist sie eine meiner Geschenkegeberinnen für „ich sehe dich“.

Wenn ich heute bemerke, dass ich gerade „gesehen werde“, führt es dazu, dass ich automatisch aufrechter stehe und Spannung im Körper loslassen kann.

Wenn du auf Erkundungstour gehen möchtest, wer dir in deinem Leben das Geschenk von „ich sehe dich“ gegeben hat, dann nimm dir ein paar ruhige Minuten und etwas zu schreiben.

Geh durch, wen du in deinem Leben getroffen hast. Familie, Nachbarn, Freunde, Eltern von Freunden, Lehrer, Trainer, … wer war dabei, bei dem du dich gesehen gefühlt hast? Wer hat dich wahrgenommen für das, was du bist?

Erinnerst du dich vielleicht an einzelne Szenen? Ruf sie dir in Erinnerung, schau nach den Details. Schau besonders, welche Gefühle in deinem Herzen groß werden. Wie hast du dich gefühlt, als du gesehen wurdest?

Dieses Geschenk kann dir keiner nehmen. Nur du entscheidest, ob du die Erinnerung daran lebendig hältst oder nicht.

Du bist beschenkt!


In reaktiven Zuständen(*)

Geschrieben von Samuel

Die Rubrik "In reaktiven Zuständen" soll dazu dienen dir lebensechte Situationen, in denen wir "in Reaktivität" versetzt wurden, zu erzählen und dich in unsere Reflektion mit hinein zu nehmen .


Welche Brille trägst du?

Wenn wir im reaktiven Selbst sind sehen wir die Welt durch die Brille des Mangels.

Vor ein paar Tagen hatte ich eigentlich eine richtig schöne Woche. Tolle Patienten, schöne Begegnungen – vieles, wofür ich dankbar sein könnte. Nach einem langen Arbeitstag verlor ich mich abends trotzdem in Social Media. Und irgendwann kippte etwas. Ich begann an mir und meinem Leben zu zweifeln: Wie viel Lebenszeit habe ich eigentlich verschwendet? Was mache ich hier überhaupt? Wo ist der Sinn? Dazu kam Scham: Warum bekomme ich das nicht besser hin?

Und genau diese Scham führte zu noch mehr Ablenkung:
Ablenkung → Selbstzweifel → Scham → Mangel → noch mehr Ablenkung.
Bis ich merkte: Ich brauche gerade keine bessere Disziplin. Ich brauche Mitgefühl!

Also Handy weg. Musik auf die Ohren. In mein großes Tuch eingekuschelt. Bewegen. Fühlen. Mich halten.
Und langsam kam ich wieder bei mir an. Das Faszinierende war: Mein Leben hatte sich nicht verändert – aber meine Gedanken darüber komplett.

Plötzlich sah ich, was ich in den letzten Jahren alles erlebt hatte. Meine Suche nach mir selbst. Die Abenteuer, die Menschen, die tiefen Erfahrungen. Die Momente, in denen ich mich wirklich gespürt habe.
Ich sah meine Freunde, mein schönes Zuhause, meine Freiheit und all die Möglichkeiten, die vor mir liegen. Und da wurde mir etwas wieder ganz klar: Du bist nicht deine Gedanken!

Unsere Gedanken entstehen auch aus dem Zustand, in dem wir gerade sind. Wenn ich im reaktiven Selbst bin und Mangel spüre, entstehen daraus Gedanken des Mangels: Mir fehlt etwas. Ich habe Zeit verschwendet. Mein Leben müsste anders sein. Und wenn ich wieder näher bei meinem wahren Selbst bin, entsteht eine ganze andere Sicht:

Es ist alles gut. Ich bin sicher in mir selbst <3

Nicht weil sich mein Leben verändert hat. Sondern weil ich wieder bei mir angekommen bin.

Es fängt mit Mitgefühl an und endet in einer Party mit mir selbst!


(*) "Reaktiver Zustand" beschreibt deinen Zustand wenn eine Situation/Umstand, Person, etwas in dir wieder(re)-aktiviert und du darauf unwillkürlich reagierst. Die Grundlage für deine Reaktion war bereits in dir da - bevor sie ausgelöst wurde. Dieser Auslöser bringt sie "nur" wieder hervor.


Es grüßt dich das Team von "Du bist wichtiger - Beratungen"

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